17 Mai

Betrugsmasche „Nigeria Connection“ – Geschädigte überweist mehrere tausend Euro auf ausländisches Bankkonto

Bereits Ende Februar erhielt eine Frau aus dem östlichen Landkreis Eichstätt (Großmehring) eine Email in welcher der Absender angab, der Rechtsanwalt eines in Spanien verstorbenen Verwandten zu sein. Dieser habe ein beträchtliches Erbe in Höhe mehrerer Millionen Euro hinterlassen, ohne dass bisher Erben gefunden wurden.

Es entwickelte sich ein reger Telefon- und Email-Verkehr, in dessen Verlauf der Geschädigten erfolgreich suggeriert wurde, dass sie die Begünstigte dieses Erbes sei. Der unbekannte Täter untermauerte dies immer wieder durch die Übersendung totalgefälschter Bescheinigungen, wie etwa Kontoauszüge oder Sterbeurkunde.

Zur Sicherung des Erbes sollte die vermeintliche Erbin eine Bearbeitungs- und Transfergebühr überweisen. Letztendlich überwies die Geschädigte mehrere tausend Euro auf spanische Konten.

Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

Warnhinweis:

Die Kriminalpolizei rät in solchen Fällen zu besonderer Vorsicht. Opfer sind häufig Gewerbetreibende oder Privatleute, die im Internet vertreten sind. Auf diese Weise verschaffen sich die Betrüger Namen, Anschrift und Email-Adresse.

Werden sie mißtrauisch, wenn sie Bescheinigungen oder Dokumente erhalten, die in auffällig schlechtem Deutsch formuliert sind und die erste Kontaktaufnahme mittels Email zustande kommt.

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