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19 Apr

Donaufähre bei Mariaposching gesunken – 3 Personen leicht verletzt – umfangreiche Bergemaßnahmen

polizei_bayernAm 19.04.2016, gegen 09:45 Uhr wurde Schifffahrtsunfall auf der Donau gemeldet. Die Donaufähre bei Mariaposching ist während des Übersetzens, beladen mit zwei Fahrzeugen und drei Personen aus bislang ungeklärten Umständen gesunken. Die zwei Fahrgäste und der Fährmann konnten sich schwimmend bei einer Wassertemperatur von 12,5 Grad Celsius ans Ufer retten. Die Ursache ist nach wie vor unklar. Die Ermittlungen der Deggendorfer Wasserschutzpolizei dauern an.

Die Donaufähre bringt im regulären Fährbetrieb Personen, aber auch Fahrzeuge über die Donau. Sie war zum Unfallzeitpunkt mit einem Traktor mit Anhänger und einem Lkw, Sprinter, beladen. Kurz nach dem Ufer, im Bereich der Schifffahrtsrinne, begann die Fähre zu sinken. Die Fahrgäste, ein 61-järiger Mann aus dem Landkreis Rottal-Inn und ein 65-jähriger Mann aus dem Landkreis Straubing-Bogen, sowie der 28-jährige Fährmann aus dem Landkreis Straubing-Bogen, konnten sich trotz starker Strömung schwimmend an das flussabwärts gesehen linke Ufer retten. Sie wurden leicht unterkühlt von den Rettungsdiensten in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Die Fähre liegt in der Mitte der Fahrrinne in der Donau auf Grund. Der Traktor ist vermutlich noch auf der Fähre, die Gabel des Frontladers ragt noch etwas aus der Wasseroberfläche heraus. Die Wassertiefe der Donau beträgt in der Mitte der Fahrrinne etwa 2,5 m. Die Absuche nach dem Verbleib des Sprinters erfolgte durch die Wasserschutzpolizei, unterstützt vom Polizeihubschrauber. Dieser konnte etwa 200 Meter von der Fähre entfernt flussabwärts lokalisiert werden. Für die Bergung werden ein Spezialboot, sowie Berufstaucher benötigt. Dieses Boot setzt sich mit Stelzen auf Grund und hebt das Fahrzeug mittels Kran vom Grund auf das Bergungsboot.

Die Ursache des Untergangs ist bislang nicht geklärt. Die Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf / Fachbereich Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing, hat den gesamten Fahrverbund, die Fähre, inklusive der darauf transportieren Fahrzeuge zur Ermittlung der Unfallursache sichergestellt.
Die Bergung der Fähre und der weiteren Fahrzeuge gestaltet sich auf Grund der starken Strömung äußerst schwierig. Das zuständige Wasserschifffahrtsamt ist mit Fachkräften vor Ort und berät derzeit die Möglichkeiten dieser Bergung.

Der Donauabschnitt wurde von der Schleuse in Straubing bis zum Deggendorfer Hafen gesperrt. Derzeit herrscht auf Grund der Revision an den Schleusen der Donau geringer Schiffsverkehr. Die Schiffe, welche donauaufwärts fahren wollen, müssen in Deggendorf am Hafen auf die Freigabe zur Weiterfahrt warten.

Die Polizei ist mit einem Polizeihubschrauber, einem Polizeiboot und über 10 Beamten der Polizeiinspektion Bogen und der Wasserschutzpolizei vor Ort. Der Rettungsdienst und die Wasserwacht ist mit ca. 60 Einsatzkräften vor Ort. Die umliegenden Feuerwehren unterstützen mit über 70 Einsatzkräften die Sicherung der Fähre am Uferbereich.

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