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27 Apr

„Drohbrief an Realschule“ in Brannenburg – Sachverhalt aufgeklärt

polizei_bayernBRANNENBURG, LKR. ROSENHEIM. Unter „Meist gelesen“ hatten einige Internet-User am Dienstagabend auf dem Rosenheimer Nachrichtenportal „Rosenheim24“ eine irritierende Meldung gelesen (wie berichtet). Von einem Drohbrief an eine Brannenburger Schule war dort die Rede. Nach jetzigen Erkenntnissen hatte die Meldung ein 14-Jähriger verursacht. Dass diese Kurzmeldung auf der Internetplattform einem großen Leserkreis zugänglich geworden ist und für Verunsicherung gesorgt hat, lag nach den jetzigen Erkenntnissen offenbar nicht in seiner Absicht.

„Terrorgefahr“ an Schule!

Der Jugendliche hatte einen Nachrichten-Artikel von Rosenheim24, in dem es ursprünglich um ein brennendes Bushäuschen ging, für sich kopiert und abgeändert. „Terrorgefahr“ an einer Brannenburger Schule hieß es da und dass ein „Drohbrief eines IS-Anhängers“ im dortigen Sekretariat eingegangen sei. Andernorts im Internet gespeichert, war dieser Artikel auch nur einem beschränkten Leserkreis zugänglich und nicht über Rosenheim24 einsehbar.

Besorgte Eltern rufen bei der Polizei an

Deutlich sichtbar für Jedermann war dort jedoch unter der Rubrik „Live: Top-Artikel unserer Leser“ die Überschrift: „Brannenburg – Drohbrief an die Realschule Brannenburg“. Klickten Internet-User auf diesen Artikel, erschien eine Fehlerseite. Zustande kam diese Verknüpfung offenbar durch ein Tool, welches den von „Brennendes Bushäuschen“ zu „Drohbrief“ veränderten Artikel immer noch als Original-Artikel bewertete und somit in das Ranking aufnahm.
Nachdem diese Überschrift oder Artikel-Ankündigung „Drohbrief“ online war, dauerte es nicht lange, und die Beamten der Polizeiinspektion Brannenburg waren quasi nur noch über Funk erreichbar – das Telefon belegten besorgte Eltern von Schülern der Brannenburger Schule.

14-Jähriger meldet sich – er ist offenbar Erstellter der Nachricht

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd veröffentlichte noch am Abend über Facebook und Internet eine Klarstellung und auch Rosenheim24 klärte auf seiner Internetseite auf. Und so meldete wenig später der 14-Jährige zusammen mit seiner Mutter bei den Beamten der Kripo Rosenheim, die bereits in dieser Sache ermittelten und erläuterte den Sachverhalt. So ist nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen nicht davon auszugehen, dass der Jugendliche die Bevölkerung im Raum Brannenburg beunruhigen wollte.

Vorsicht auch im Internet!

Der Sachverhalt zeigt jedoch deutlich die möglichen Gefahren des Internets auf und dass so manch unbedachte Handlung ungeahnte Folgen haben kann. Falschmeldungen tragen nicht nur zu Verunsicherungen bei, sie können auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum!

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