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27 Jun

Ermittlungsgruppe „Mercystraße“ klärt Raubdelikt im Rauschgiftmilieu

Einer bei der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt wegen schweren Raubs, Betäubungsmittelhandel und versuchten Mordes gebildeten 13-köpfigen Ermittlungsgruppe gelang es, die am 15.06.2017 in der Mercystraße begangene Raubtat aufzuklären.

Wie berichtet, raubte ein bislang unbekannter Täter am Do., 15.06.2017 gegen 21 Uhr in der Mercystraße einem 26-jährigen Mann dessen Umhängetasche und verletzte ihn mit einem Messer so schwer, dass er mit lebensbedrohlichen Verletzungen in einer Klinik behandelt werden musste. Der Verletzte ist inzwischen außer Lebensgefahr, obwohl ihm vier Stichverletzungen, davon zwei in den Oberkörper, zugefügt wurden.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt bildete zur Aufklärung der Tat die Ermittlungsgruppe „Mercystraße“, die seither unter Leitung von EKHK Manfred Schallerer mit 13 ständig zugeordneten Beamten die Ermittlungen mit Nachdruck führte. Erste Erkenntnisse legten den Verdacht nahe, dass im Hintergrund der Tat ein Rauschgiftgeschäft stehen könnte. Im Zuge der intensiven Nachforschungen ließ sich dieser Verdacht erhärten. In einer Vernehmung räumte der Verletzte ein, am Tattag ein Treffen mit einem ihm Bekannten zur Abwicklung eines Rauschgiftgeschäftes vereinbart zu haben. Dabei kam es zu dem lebensgefährlichen Angriff durch einen, dem 26-Jährigen nicht bekannten, Täter.

Über die Aussage des Bekannten des Verletzten, einem 26-Jährigen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, dessen Wohnung die Kriminalbeamten am Montag, 26.06.2017 in den Morgenstunden durchsuchten, konnte schließlich die Identität des Messerangreifers geklärt werden. Der in München wohnhafte 25-Jährige wurde in den Abendstunden des Montags in seiner Münchener Wohnung festgenommen. Dabei konnte auch die vermutliche Tatwaffe, ein Küchenmesser, sowie eine geringe Menge Marihuana sichergestellt werden. Nach Stand der Ermittlungen planten die beiden Tatverdächtigen gemeinsam, dem 26-jährigen Ingolstädter das Rauschgift, das dieser zum Verkauf anbot, zu rauben.

Auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurde bereits am Do., 22.06.2017 Haftbefehl gegen den 26-jährigen Ingolstädter wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln erlassen.

Gegen die beiden am gestrigen Montag festgenommenen Tatverdächtigen stellte die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ebenfalls Antrag auf Haftbefehl. Für den 26-Jährigen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen lautet der Vorwurf auf Raub und Betäubungsmittelhandel. Dem 25-jährigen Münchener wird zudem versuchter Mord zur Last gelegt. Beide Tatverdächtige wurden heute dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Ingolstadt vorgeführt, der jeweils die Untersuchungshaft anordnete.

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