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11 Jul

Falsche Polizeibeamte bestehlen Rentnerin

Zwei Trickdiebe haben unter dem Vorwand Polizeibeamte zu sein, am Montag einer Rentnerin Bargeld und Schmuck aus der Wohnung gestohlen.

Am Montag, 10.07.2017 gegen 12:00 Uhr klingelten die beiden Täter an der Wohnungstür der Seniorin und gaben vor Polizeibeamte zu sein, die mit Ermittlungen gegen einen Pflegedienst befasst sind. Unter diesem Vorwand ließen sich die Männer von der 88-Jährigen deren Schmuck und Bargeld zeigen. Im weiteren Verlauf lenkte einer der Männer die Frau ab, was der zweite nutzte um mehrere Ringe und das Bargeld an sich zu nehmen. Kurz nachdem die beiden die Wohnung in einem Hochhaus in der Berliner Straße wieder verlassen hatten, bemerkte die Bestohlene das Fehlen mehrerer Ringe und des Bargelds.

Die bislang unbekannten Täter können wie folgt beschrieben werden:

  1. Täter: männlich, ca. 50 Jahre, kräftig bis dick, ca. 170 cm groß, mittellange dunkle Haare, sprach Hochdeutsch ohne Akzent,
  2. Täter: männlich, ca. 40 Jahre, schlank, ca. 165 cm groß,  braune Haare, sprach Hochdeutsch ohne Akzent;

Die Täter nutzten in dem vorliegenden Fall eine seit längerem bekannte Vorgehensweise, die darauf fußt eine offizielle Funktion vorzutäuschen, die vermeintlich zum Betreten einer Wohnung berechtigt. Dies können, wie hier aktuell vermeintliche Polizeibeamte, aber auch angebliche städtische Bedienstete, Wasser- oder Gasableser oder ähnliche Funktionen sein. Opfer dieser Formen des Trickdiebstahls sind fast ausschließlich ältere Menschen.

Verhaltenstipps der Kriminalpolizei

Um Trickdiebstählen dieser Art vorzubeugen bittet die Kriminalpolizei Ingolstadt folgende Verhaltenstipps zu beachten:

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch.
  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
  • Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen.
  • Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.
  • Informieren Sie gegebenenfalls über die Notrufnummer 110 unmittelbar die Polizei.

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