26 Feb

Gefahrgutlaster kontrolliert – knapp 40.000 Euro an Bußgeld fällig

Eine Streife der VPI Augsburg kontrollierte gestern (23.02.2017) einen in Richtung Süden fahrenden türkischen Sattelzug, eigentlich nur um dem Fahrer darauf hinzuweisen, dass die Gefahrgutschilder nicht ordnungsgemäß angebracht sind, bzw. teilweise fehlten.

Bei einer genaueren Kontrolle stellte sich dann heraus, dass der Fahrer zum Teil auch Gefahrgut (16 Tonnen entzündbare Lacke und Farben in großen Plastikcontainern) beförderte, das in jeglicher Hinsicht ungeeignet bzw. überhaupt nicht gesichert war, ein vorgeschriebener Feuerlöscher fehlte ebenfalls. Hinzu kamen dann noch fehlende bzw. unvollständig ausgefüllte Transportpapiere, sowie einige Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht, da Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten wurden.

Nun wird aber nicht nur der türkische Brummi -Lenker, sondern auch die Verlader und die Transportunternehmer zur Verantwortung gezogen und entsprechend angezeigt. Das dafür zuständige Bundesamt für Güterverkehr (BAG) wird nun folgende Rechnung aufmachen:

Wegen Ladungssicherungsverstößen, fehlender Lizenzen, Nichtmitführen eines Feuerlöschers, fehlende, bzw. nicht vorschriftsmäßige Gefahrguttafeln und nicht eingehaltene Lenk- und Ruhezeiten kommen auf den Fahrer insgesamt rund 7.500 Euro Bußgeld zu.

Der verantwortliche Unternehmer wird deswegen mit rund 30.500 Euro belangt.

Die beiden Verlader des Transportguts (getrennt nach Gefahrgut und Nicht-Gefahrgut) müssen etwas mehr als 1.000 Euro Strafe bezahlen und letztlich wird auch noch der Verpacker (wegen fehlender Klebezettel an den Gefahrgut-Containern mit 500 Euro belangt.

Insgesamt wird das BAG nun also Bußgelder in Höhe von knapp 40.000 Euro bei den Verantwortlichen einfordern.

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