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04 Apr

Gewaltverbrechen Königsdorf – Flüchtiger Tatverdächtiger (43) in Polen festgenommen

KÖNIGSDORF, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen. Innerhalb von nur fünf Wochen konnte eines der brutalsten Gewaltverbrechen in der Region so weit aufgeklärt werden, dass sich vier dringend Tatverdächtige in Untersuchungshaft befinden. Polizeipräsident Robert Kopp, Leitender Oberstaatsanwalt Hajo Tacke, Staatsanwalt Dr. Florian Schweyer und Soko-Leiter Markus Deindl präsentierten im Rahmen einer Pressekonferenz in Weilheim die erfolgreiche Arbeit der Soko „Höfen“:

„Dieser bemerkenswerte Ermittlungserfolg ist vor allem dem hohem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschuldet, die bei der Aufklärung des Gewaltverbrechens bislang beteiligt waren. Alle eingebundenen nationalen und internationalen Polizeiverbände sowie kriminaltechnischen Untersuchungsstellen haben an einem Strang gezogen und dabei eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in der Region auf ihre Polizei verlassen können.“

Schritt für Schritt kommen Staatsanwaltschaft und Ermittler der Soko „Höfen“ ihrem Ziel näher und die Einzelteile des Puzzles fügen sich nahtlos zusammen. Am vergangenen Freitagabend, den 31.03.17, führten die eng aufeinander abgestimmten Fahndungsmaßnahmen der bayerischen und polnischen Polizeibehörden zum Erfolg. Der 43-jährige Bruder der Pflegekraft, gegen den die Öffentlichkeitsfahndung am 01.03.17 eingeleitet wurde, konnte in Polen festgenommen werden. Damit befinden sich jetzt alle vier dringend tatverdächtigen Personen in Untersuchungshaft, die aufgrund der bislang gewonnen Ermittlungserkenntnisse an dem brutalen Gewaltverbrechen in Höfen beteiligt waren.

Eine 49-jährige polnische Pflegkraft, die bis vergangenen Herbst im Haushalt des überlebenden Opfers arbeitete, deren 23-jähriger Sohn sowie ihr 43-jähriger Bruder und ein 32-jähriger polnischer Staatsangehöriger. Die Auslieferung der drei inhaftierten Männer aus Polen wurde durch die Staatsanwaltschaft München II beantragt.

Akribische Spurensicherung, professionelle Ermittlungen und eine gut abgestimmte Fahndungsarbeit waren die Grundlage für diesen Ermittlungserfolg. Leitender Oberstaatsanwalt Hajo Tacke und Polizeipräsident Robert Kopp: „Unser Dank gilt der Soko „Höfen“, den Kollegen der Staatsanwaltschaft München II und den Kollegen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie allen beteiligten Polizeidienststellen, insbesondere dem Bayerischen Landeskriminalamt, dem Polizeipräsidium München, dem Bundeskriminalamt sowie den polnischen Behörden für ihre engagierte Unterstützung. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende justizielle Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft in Stettin, die maßgeblich zum schnellen Ermittlungserfolg beigetragen hat.“

Polizeipräsident Robert Kopp: „Mit der schnellen Festnahme der Tatverdächtigen in diesem schrecklichen Verbrechen haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen wichtigen Beitrag dafür geleistet, damit sich die Bewohner der Region auch wieder sicher fühlen können. Ich bedanke mich bei der Bevölkerung für das Vertrauen in die Arbeit der Polizei und bei den Vertretern der Medien für die Veröffentlichung unserer Hinweise sowie die sachliche Berichterstattung.“

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