28 Feb

Gewaltverbrechen Königsdorf – Wer hatte Kontakt mit möglichen Tätern?

KÖNIGSDORF, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Sonderkommission „Höfen“ arbeitet mit Hochtouren an der Aufklärung des Verbrechens. Die Opfer konnten mit hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert werden. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wird die polizeiliche Präsenz in der Region verstärken. Polizeipräsident Robert Kopp und Leitender Oberstaatsanwalt Hajo Tacke: „Die Sicherheit der Bevölkerung und die Aufklärung des Verbrechens haben oberste Priorität!“

Erstmeldung: Gewaltverbrechen Königsdorf – Zwei Personen tot aufgefunden – Kriminalpolizei bittet um Hinweise

Die beiden Todesopfer sind mit hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert. Es handelt sich um einen alleinstehenden 81-jährigen Mann aus Nordrhein- Westfalen und eine 76-jährige Frau aus dem Raum Frankfurt, die mit der Hausbesitzerin befreundet waren. Beide starben eines gewaltsamen Todes durch stumpfe Gewalt. Die schwer verletzte 76-jährige Hausbesitzerin ist noch nicht vernehmungsfähig.

Die Sonderkommission „Höfen“ unter Leitung von Kriminaloberrat Markus Deindl wurde sukzessive auf rund 50 Mitarbeiter erweitert. Ebenfalls involviert sind Beamte der Operativen Fallanalyse Bayern. Polizeipräsident Robert Kopp hat der Sonderkommission die volle personelle und logistische Unterstützung zugesichert. Die Staatsanwaltschaft München II hat die Sachleitung übernommen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen dürfte sich die Tat zwischen Mittwochabend, 22.02.17, und Samstagvormittag, 25.02.17, ereignet haben. An diesem Mittwoch soll der letzte Kontakt zu einem der Opfer stattgefunden haben.

Die aufwändigen kriminaltechnischen Untersuchungen am Tatort dauern noch an. In den vergangenen Tagen wurde bereits eine intensive Befragung der Anwohner und Nachbarn im Weiler Höfen durchgeführt.

Darüber hinaus sind für die Soko folgenden Fragen von Bedeutung, die sich vor allem auch an die Bewohner der benachbarten Weiler und Gemeinden richten. Hinweise werden von der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Telefonnummer 0881/640-0 entgegen genommen.

  • Wer hatte vor oder während des fraglichen Tatzeitraums Kontakt, z.B. am Gartenzaun oder an der Haustür, zu Personen, die augenscheinlich nicht ins Ortsbild passen bzw. nicht in der Region wohnhaft sind?
  • Wer hat in diesem Zeitraum Personen oder entsprechende Fahrzeuge gesehen, die sich normalerweise nicht in Königsdorf und den angrenzenden Weilern aufhalten?
  • Wem sind während diesen Zeitraums Veränderungen in der täglichen Routine aufgefallen? „War etwas nicht so, wie es normalerweise ist?“

Deine Meinung