26 Jan

Großbrand in Industriegebiet am Flughafen München

SCHWAIG.LANDKREIS ERDING. Ein Großbrand an einem Lagerhallenverbund in einem Industriegebiet östlich des Flughafens München versachte einen hohen Sachschaden und führte am Abend zu einem Großaufgebot von Feuerwehrkräften zur Brandbekämpfung. Personen wurden nicht verletzt. Zur Ermittlung der Brandursache ist die Kripo Erding eingeschaltet.

Ein Anwohner eines Werkstatt- und Lagerhallenverbundes in einem Industriegebiet in Schwaig, östlich des Flughafengeländes, setzte gegen 19.00 Uhr einen Notruf ab, nachdem er in einer verschlossenen Industriehalle an der Sandstraße an einem dort abgestellten Fahrzeug offenes Feuer bemerkte. Die Flammen griffen schnell um sich und zerstörten die große Lagerhalle mit den dort abgestellten Autos, selbtfahrenden Arbeitsmaschinen und sonstigen Gerätschaften. Während der Bekämpfung des Feuers durch ein Großaufgebot an umliegenden Feuerwehren kam es wiederholt zu Verpuffungen und massiven Stichflammen.

In der Hauptphase über 100 Feuerwehrleute aus Erding, Altenerding, Hallbergmoos, Oberding, Schwaig, Flughafen München, Wartenberg, Aufkirchen, Notzing und Niederding gelang es schließlich den Brand unter Kontrolle zu bringen. Nicht zu verhindern war ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Lagehalle. Der so entstanden Sachschaden ist beträchtlich und liegt nach derzeit vorsichtigen Schätzungen mindestens im sechsstelligen Bereich. Personen wurden nicht verletzt. Die extreme Kälte erschwerte die Löscharbeiten durch schnell gefrierendes Wasser.

Vorübergehend verstärkte die Polizeiinspektion Flughafen ihre Einsatzkräfte, nachdem eine Gruppe von Mitarbeitern und Nutzern der Lagerhallen trotz bestehender Lebensgefahr versuchten, das lichterloh brennende Objekt zu betreten, um persönliche Gegenstände zu bergen. Das deeskalierende Einwirken der Polizeikräfte bereinigte rasch die zusätzliche Gefahrenlage und bewirkte für die Feuerwehrleute eine ungehinderte Brandbekämpfung.

Während die Flughafenpolizei mit ihren Kräften den Erstangriff und die intensiven Löscharbeiten absicherte, übernahm der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding die ersten Ermittlungen zur Brandursache. Die spezialisierten Brandfahnder werden morgen bei Tageslicht weitere Untersuchungen an den Brandstellen vornehmen. Eine belastbare Aussage zur Brandursache ist derzeit nicht möglich.

Die zeitweise sehr starke Rauchentwicklung führte nicht zur Beeinträchtigung des Flugverkehrs. Die Verkehrsleitung am Flughafen stand mit der Leitstelle der Flughafenpolizei in regelmäßigem Kontakt.

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