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04 Jun

Hochwassersituation im Landkreis Rottal-Inn – Zahl der Todesopfer steigt auf 7 – Viele Schaulustige behindern den Einsatz

polizei_bayernLANDKREIS ROTTAL-INN. Durch die verheerenden Fluten im Landkreis Rottal-Inn ist mittlerweile ein weiteres Todesopfer zu beklagen. Ein 72-jähriger Landkreisbewohner starb in einem Krankenhaus an den Folgen des Hochwassers. Die Kripo Passau hat die Ermittlungen hinsichtlich des Todesfalles übernommen. Gestern Mittag (03.06.16) verstarb ein 72-jähriger Mann in einem Rottaler Krankenhaus. Der Mann wurde vorgestern ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er aus einem überfluteten Bach im Gemeindebereich Triftern gerettet werden konnte. Die traurige Bilanz somit: Sieben Todesopfer aufgrund des dramatischen Hochwassers und noch mehrere Personen unbekannten Aufenthaltes.

In der Hochphase wurden der Polizei 44 Personen mit unbekanntem Aufenthalt gemeldet. Durch intensive Maßnahmen sind es derzeit noch 4 Personen, deren Aufenthaltsort nicht abschließend geklärt ist. Mit Hochdruck arbeitet die Polizei nach wie vor an diesen Fällen.
Auch das seit gestern als vermisst gemeldete ältere Ehepaar, nach dem intensiv gesucht worden ist, konnte mittlerweile unversehrt ausfindig gemacht werden.

Ärgerlich und unverständlich ist es, dass Schaulustige die Arbeiten der Einsatzkräfte sowohl in Simbach am Inn, als auch in anderen Orten zum Teil massiv behindern. In Simbach am Inn musste deswegen sogar die Innbrücke aus Braunau in Richtung Simbach am Inn für Fußgänger gesperrt werden, nachdem dort eine größere Gruppe von sog. „Gaffern“ den Einsatzkräften sogar noch zusätzliche Probleme bereitete.

Was die Plünderungen betrifft kann aktuell berichtet werden, dass seit gestern keine weiteren Fälle zu verzeichnen waren. Die polizeilichen Maßnahmen zum Eigentumsschutz zeigen scheinbar Wirkung.

Die gesamte Verkehrssituation im Landkreis Rottal-Inn ist nach wie vor angespannt, Umleitungsstrecken sind eingerichtet und ausgeschildert. Nach wie vor werden Verkehrsteilnehmer gebeten, die Umleitungsstrecken zu benutzen und die Verkehrssperrungen zu beachten.

Aus polizeilicher Sicht sind nach wie vor weit über 100 Beamte im Einsatz.

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