14 Feb

Kripo warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter

Eine Serie von Anrufen falscher Polizeibeamter ereignete sich am Montagabend im Bereich Neuburg. Hierbei versuchten die Anrufer unter anderem persönliche Daten und Informationen über vorhandene Wertgegenstände zu erfragen.

Insgesamt 4 Personen meldeten sich gestern Abend bei der Polizeiinspektion Neuburg und teilten mit, dass sie im Laufe des Abends verdächtige Anrufe erhalten hätten. Wie die Angerufenen übereinstimmend berichteten, erschien auf dem Telefondisply als Anrufernummer die 08431/110 und der männliche Anrufer bezeichnete sich als Polizist Peter Freundlich.

Der angebliche Polizeibeamte gab an, dass zwei Ausländer bei einem Einbruch festgenommen wurden, bei denen man eine Liste mit Namen auffand. Unter anderem würde auch Name und Adresse der Angerufenen auf der Liste stehen. Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellte er insbesondere Fragen nach verdächtigen Anrufen in der Vergangenheit und ob Konten bei einer Bank vorhanden sind. Alle angerufenen Personen im Alter zwischen 65 und 90 Jahren beendeten vernünftigerweise die Gespräche mit dem mit leichtem ausländischen Akzent sprechenden Anrufer, ohne irgendwelche Informationen preisgegeben zu haben.

Ziel dieser Anrufe war es aller Wahrscheinlichkeit nach, Informationen zu erlagen um Betrugs- oder Diebstahlstaten anzubahnen. Eine ähnlich gelagerte Serie von Anrufen ereignete sich bereits vor etwa 8 Wochen, ebenfalls im Neuburger Raum. Weitere ähnlich gelagerte Fälle sind aus den angrenzenden Dienstbereichen bekannt. Es muss davon ausgegangen werden, dass die unbekannten Täter weiterhin versuchen werden, auf diesem Weg an für sie nützliche Informationen zu gelangen.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt mahnt deswegen zur Vorsicht:

  • Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen
  • Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein
  • Im Telefondisplay angezeigte Nummern können technisch manipuliert werden und sind kein Beleg für den tatsächlichen Anruf eines Polizeibeamten
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer; in eiligen Fällen auch unter der 110

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