14 Feb

LKW-Fahrer behauptet von Polizeibeamten geschlagen worden zu sein

KIEFERSFELDEN / A93, LKR. ROSENHEIM. Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei fanden am Samstagabend, 11. Februar 2017, an einer Tank- und Rastanlage der A93 einen verletzten und stark alkoholisierten Lkw-Fahrer. Der 39-Jährige musste zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam genommen werden und erhob später Vorwürfe gegen die Polizei. Die Kripo Rosenheim überprüft nun den Fall.

Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, die derzeit der Bundespolizei für die Grenzkontrollen an der Staatsgrenze unterstellt sind, fanden am Samstagabend gegen 19.20 Uhr an der Tank- und Rastanlage „Kiefersfelden-Ost“ zwischen abgestellten Lkw einen Mann, der stark alkoholisiert war und eine Gesichtsverletzung aufwies. Weil der 39-jährige ukrainische Kraftfahrer auf Hilfeangebote aggressiv reagierte und sich selbst in Gefahr brachte, indem er immer wieder in Richtung der Autobahn torkelte, wurde er – zu seinem eigenen Schutz – in Gewahrsam genommen. Der verständigte Rettungsdienst brachte den Mann im Anschluss in das Rosenheimer Klinikum, wo seine Gesichtsverletzung versorgt wurde. Danach fuhr ihn eine Streifenwagenbesatzung der Rosenheimer Polizei zurück zur Tank- und Rastanlage an der A93. Diesen Beamten gegenüber behauptete der Kraftfahrer plötzlich, dass ihm die Verletzung von Polizeibeamten beigebracht worden wäre. Zuständigkeitshalber wurde deshalb der Kriminaldauerdienst (KDD) der Kripo Rosenheim hinzugezogen. Bei der Befragung durch die Kriminalbeamten reagierte der stark alkoholisierte 39-Jährige erneut so aggressiv, dass diese abgebrochen werden musste. Der Beschwerdeführer verbrachte den Rest der Nacht im Gewahrsam der Polizei.

Die Ermittlungen wurden dann von der Kripo am Montagvormittag fortgeführt, es wurde dazu auch ein Dolmetscher hinzugezogen. Der 39-Jährige blieb bei dem Vorwurf, wonach er von „Polizeibeamten geschlagen“ worden wäre. Die Untersuchungen der Kriminalpolizei Rosenheim dauern an.

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