WICHTIG: Diese Seite wird nicht von den aufgeführten Polizeidienststellen betrieben.
Wir können über diese Seite keine Anzeigen oder ähnliche Sachverhalte aufnehmen. Bitte wenden Sie sich dazu an Ihre zuständige Polizeidienststelle. Weitere Infos
11 Mai

Messerangriff am S-Bahnhof Grafing – Nachtragsmeldung

polizei_bayernWie bereits mit den vorangegangenen Medieninformationen berichtet, kam es am gestrigen Dienstag, den 10.05.2016, gegen 05:00 Uhr, zu einem Messerangriff eines 27-jährigen Deutschen mit einer getöteten, einer schwerverletzten und zwei weiteren mittelschwer verletzten Personen am S-Bahnhof Grafing. Die verletzten Personen befinden sich derzeit in verschiedenen Krankenhäusern in und um München. Nach derzeitigem Stand befinden sich diese Personen in einem stabilen Zustand.

Erstmeldung: Vier Männer an S-Bahnstation Grafing niedergestochen – eines der Opfer tot

Bezugnehmend auf derzeit im Internet und in den sozialen Netzwerken kursierende Gerüchte bezüglich eines evtl. vorliegenden Migrationshintergrunds des Täters, wird mitgeteilt, dass der Festgenommene über keinen Migrationshintergrund verfügt.

Bisherige Ermittlungen sowie eine Vorabsichtung der Videoüberwachungen am Bahnhof ergaben, dass sich der Tatverdächtige seit dem 10.05.2016, 01.38 Uhr, am Bahngleis des S-Bahnhofes Grafing und im Bereich um den Bahnhof aufgehalten hat. Eine weitere Auswertung des Videomaterials wird derzeit vorgenommen. Der exakte Reisezeitpunkt- und weg von seinem Wohnort nach München und darüber hinaus nach Grafing ist noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Im Gleisbereich wurde ein Rucksack aufgefunden, welcher dem Tatverdächtigen zugeordnet werden kann. Dieser wird derzeit untersucht. Darüber hinaus wurden zwei Mobiltelefone sichergestellt, welche derzeit ausgewertet werden. Ob eines dieser Mobiltelefone dem Tatverdächtigen zugeordnet werden kann, wird geprüft, ist aber noch nicht gesichert.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen in Gießen / Hessen konnte ein Mobiltelefon und mehrere Speichermedien sichergestellt werden, die nun ausgewertet werden müssen. Beweismittel, die auf einen religiös motivierten Hintergrund der Tat oder andere Straftaten hindeuten, wurden nicht gefunden.

Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München hat gegen den Beschuldigten heute die einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Nach der vorläufigen Bewertung eines medizinischen Sachverständigen leidet der Täter an einer psychischen Erkrankung und es liegen dringende Gründe für die Annahme vor, dass er im Zustand der Schuldunfähigkeit oder zumindest verminderten Schuldfähigkeit die Taten begangen hat.

Deine Meinung