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23 Feb

Nach Serie von Online-Betrugsdelikten – 25-Jähriger in U-Haft

LKR. MILTENBERG. Nach einer Serie von Online-Betrugsdelikten sitzt seit Mittwoch ein 25-Jähriger in Untersuchungshaft. Der junge Mann steht in dringendem Verdacht, seit mehreren Monaten unter falschen Personalien über das Internetportal „Quoka“ als privater Kreditgeber aufgetreten zu sein. Interessenten forderte er auf, Personaldokumente per Scan zu übersenden.

Diese eingescannten Ausweise nutzte er, um sich den nächsten Geschädigten gegenüber mit falschen Personalien zu legitimieren. Hierdurch hatte sich der Tatverdächtige eine regelmäßige und nicht unerhebliche Einnahmequelle verschafft. Die bisherigen Ermittlungen der PI Miltenberg ergaben, dass der 25-Jährige aus dem Landkreis Miltenberg in einem Zeitraum von ca. acht Monaten so einen Schaden in Höhe von über 20.000 Euro angerichtet hatte.

Außerdem ist der Beschuldigte verdächtig mehrere Kreditinstitute geschädigt zu haben, indem er Karten-Konten eröffnet und den jeweiligen Kreditkartenrahmen in voller Höhe ausgeschöpft hat, obwohl er wusste, dass der vereinbarte Einzug der Gelder von seinem Referenzkonto mangels Deckung nicht erfolgen konnte. Hier entstand ein Schaden in Höhe von ca. 9.700 Euro. Ein weiteres Kreditinstitut schädigte der 25-Jährige, indem er einen Dispo-Kredit in voller Höhe ausschöpfte, ohne diese Summe zurückzahlen zu können. Hier entstand ein Schaden in Höhe von ca. 5000 Euro.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen den Beschuldigten erhärtet hatte, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg bereits im August 2016 die Wohnung des Beschuldigten durchsucht. Trotz des laufenden Ermittlungsverfahrens schreckte es den jungen Mann offenbar nicht ab, weitere Straftaten gleicher Art zu begehen.

Aus diesem Grund wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am vergangenen Freitag Untersuchungshaftbefehl wegen Betruges im besonders schweren Fall erlassen. Der Vollzug des Haftbefehls erfolgte am Mittwoch durch Beamte der Polizeiinspektion Miltenberg.

Zwischenzeitlich summiert sich die Zahl der Geschädigten auf vier Geldinstitute und 20 Privatpersonen. Von vier weiteren Personen wurden die Ausweisscans missbräuchlich genutzt.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Miltenberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt.

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