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23 Mai

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 – Einbrüche besorgniserregend

polizei_infoMit Besorgnis hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) die heute vorgestellte bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 aufgenommen. „Vor allem die gestiegene Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche bereiten den Bürgerinnen und Bürgern erhebliche Ängste. Und das müssen wir sehr ernst nehmen.“, sagte der stellvertretende DPolG Bundesvorsitzende, Ernst G. Walter. Die Zahl der Einbruchsdelikte ist 2015 um rund zehn Prozent gestiegen auf mehr als 167.000.

Vor allem in Ballungsräumen wie Hamburg und Nordrhein-Westfalen um teilweise 20 Prozent. Die zweistelligen Zuwachsraten gehen leider mit einer mit einer niedrigen Aufklärungsquote einher. Walter: „Wir brauchen endlich mehr Polizeibeamte, die sich des Problems annehmen können. Die Einsatzbelastung der Polizei ist insgesamt so stark gestiegen, die Zahl der Überstunden so hoch, dass es keine Reserven mehr gibt.

Flankiert werden muss dies dringend durch die Einrichtung eines Länderübergreifenden Vorgangsbearbeitungssystems, das auch recherchefähig ist. „Es kann nicht sein, dass eine kriminelle Bande Einbrüche in Brandenburg begeht, dann weiterreist nach Nordrhein-Westfalen und dort niemand bei der Polizei auf Erkenntnisse zuvor begangener Straftaten zugreifen kann.“, kritisiert Walter. Jetzt sollen innerhalb der EU die Informationen schneller fließen, mehrere Pilotprojekte laufen unter dem Namen SIENA (Secure Information Exchange Network Application) bereits sehr erfolgversprechend. Bayern und Baden-Württemberg sind daran beteiligt, im nächsten Monat  sollen sich weitere Länder anschließen, unter anderem Nordrhein-Westfalen und Berlin.

„Unter dem Stichwort ‚Predictive Policing‘ versucht die Polizei überdies durch Auswertung von Falldaten, möglichst präzise Vorhersagen zu treffen, wann und wo Einbrecherbanden auftauchen können, um dann ihre Maßnahmen darauf abzustimmen. Aber Haus- und Wohnungsbesitzer können auch selbst aktiv werden, indem sie die kriminalpolizeilichen Beratungen in Anspruch nehmen und moderne Sicherheitstechnik einbauen. Bei alledem darf sich der Staat aber nicht aus der Verantwortung zurückziehen und muss entsprechend in die Innere Sicherheit investieren.“, so Ernst Walter.

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