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20 Mai

Polizeilicher Schusswaffengebrauch nach Bedrohungslage eines 26-Jährigen – Ludwigsvorstadt

polizei_bayernAm Donnerstag, 19.05.2016, gegen 14.15 Uhr, ging über den Notruf bei der Einsatzzentrale der Münchner Polizei die Mitteilung ein, dass sich im Bereich des Kaiser-Ludwig-Platz ein verwirrt wirkender Mann mit einem Messer in der Hand befindet. Dies führte zu einem sofortigen Polizeieinsatz mit zahlreichen Einsatzkräften und Funkwägen. Bei der beschriebenen männlichen Person handelt es sich um einen 26-jährigen in München lebenden Mann. Er konnte zu Fuß auf der Herzog-Heinrich-Straße über die Lindwurmstraße in Richtung Kapuzinerplatz von Polizeibeamten lokalisiert werden.

Erstmeldung: 26 jähriger verwirrt wirkender Mann wird in München von mehreren Kugeln der Polizei getroffen


Die Beamten folgten der Person zu Fuß und mit Fahrzeugen. Dabei versuchten sie ihn anzusprechen und anzuhalten. Der verwirrt wirkende Mann hielt die Polizeibeamten jedoch mit einer größeren Küchenschere auf Abstand und ließ eine Annäherung, durch Stichbewegungen in Richtung der Beamten, nicht zu.

In der Kapuzinerstraße griff der 26-Jährige einen Polizeibeamten mit der Schere an, nachdem er sich ihm genähert hatte. Daraufhin wurden ein Warnschuss und in der Folge gezielte Schüsse gegen den verwirrt wirkenden Mann abgegeben. Inwieweit der 26-Jährige hierbei verletzt wurde, ist Bestandteil der fortlaufenden Ermittlungen.

Der Mann blieb stetig in Bewegung und stach auf seinem Weg unter anderem mit der Schere, unter massiver Gewalteinwirkung, auf ein Polizeifahrzeug ein.

Im Anschluss bewegte sich der 26jährige Münchner weiter zu Fuß in Richtung Kapuzinerplatz. Hier stürmte er auf einen Beamten zu, der sich ihm näherte und hielt hierbei die mitgeführte Schere in drohender Haltung über dem Kopf, um von oben auf den Polizisten einzustehen. In dieser Notsituation kam es zu weiteren Schussabgaben. Der Angreifer wurde dabei mehrfach getroffen und ging zu Boden.

Durch die Polizeibeamten wurde der 26-Jährige unverzüglich medizinisch erstversorgt. Von den alarmierten Rettungskräften wurde der Mann in ein Münchner Krankenhaus verbracht. Dort wurde er notoperiert. Sein Gesundheitszustand ist stabil. Er befindet sich aktuell nicht in Lebensgefahr.

Von den polizeilichen Einsatzkräften wurde niemand verletzt.

Im Rahmen der ersten Ermittlungen ergaben sich Hinweise, die auf eine mögliche psychische Erkrankung des 26-Jährigen hindeuten.

Gegen den 26-Jährigen wird wegen Bedrohung, versuchte gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie gemeinschaftlicher Sachbeschädigung ermittelt.

Die Ermittlungen diesbezüglich werden beim Kommissariat 24 des Polizeipräsidiums München geführt.

Die weiteren Untersuchungen bezüglich des Schusswaffengebrauchs werden durch das Bayerische Landeskriminalamt, mit Absprache der Staatsanwaltschaft München I, geführt.

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