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06 Mai

Sportflugzeug abgestürzt – 62 jähriger Pilot kam dabei ums Leben – Kripo ermittelt hinsichtlich Ursache

polizei_bayernGRAFENAU, OT LICHTENECK, LKR. FREYUNG-GRAFENAU. Beim Absturz eines viersitzigen Sportflugzeuges kam der 62-jährige Pilot ums Leben. Weitere Personen wurden nicht verletzt bzw. gefährdet. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro. Die Absturzursache ist noch unklar. Die Kripo Passau hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und das Luftfahrtbundesamt wurden in die Ermittlungen einbezogen.

Gegen 14.05 Uhr startete der 62-Jährige mit seiner einmotorigen Sportmaschine von einem kleinen Flugplatz in Unterhüttensölden, Nähe Grafenau, aus. Er war alleine in der viersitzigen Propellermaschine unterwegs. Wenige Minuten später, etwa gegen 14.10 Uhr, stürzte die Maschine aus ungeklärter Ursache in eine Böschung am Rande der Bundesstraße 533 bei Lichteneck. Nach dem Aufprall schlitterte das Fluggerät etwa 15 bis 20 Meter weiter an einen Gabionenmauer eines Mehrfamilien- / Reihenhauses und kam dort zum Liegen. Durch den Absturz wurde der 62-jährige Pilot, dessen Wohnsitz sich in diesem Reihenhaus befindet, tödlich verletzt. Der Schaden an dem Sportflugzeug beträgt ca. 30.000 Euro. Der entstandene Flurschaden und der Schaden an der Gabionenmauer ist sehr gering.

In dem gesamten Wohnkomplex befanden sich zum Zeitpunkt des Absturzes keine Personen. Auch außerhalb des Anwesens im Absturzbereich und auch auf der unweit entfernten Bundesstraße 533 befanden sich keine Personen oder fahrende Fahrzeuge. Es wurde also niemand konkret gefährdet.

Die 41-jährige Lebensgefährtin des Opfers befand sich derweil am Flugplatz Unterhüttensölden, dort wo der 62-jährige erfahrene Pilot und Flugausbilder seinen Flug startete. Augenzeugen sahen den Mann über das Stadtgebiet Grafenau kreisen, bevor die Maschine in die Böschung neben der Bundesstraße stürzte.

Die Ursache des Absturzes ist derzeit noch völlig unklar, jedoch kann aufgrund des derzeitigen Standes der Ermittlungen auch ein Suizidgeschehen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Aber auch eine technische Ursache bzw. ein Bedienungsfehler wird in die Untersuchungen einbezogen.
Das Fluggerät wurde sichergestellt. Mitarbeiter der Bundesstelle für Fluguntersuchung in Braunschweig und des Luftfahrtbundesamtes haben noch an der Absturzstelle ihre Arbeit aufgenommen. Die Erstellung der Gutachten wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

An der Absturzstelle war ein Großaufgebot an Hilfskräften im Einsatz. Über 60 Feuerwehrleute der Feuerwehren Grafenau, Neudorf und Hohenau, rund 40 Mitarbeiter des Rettungsdienstes (darunter 15 Frauen und Männer eines Kriseninterventionsteams zur Betreuung von Angehörigen) sowie etwa ein Dutzend Polizeikräfte der Inspektionen Grafenau und Freyung, des Kriminaldauerdienstes der Kripo Passau und des Polizeipräsidiums Niederbayern waren vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber wurde an die Unglücksstelle beordert.

Die Bundesstraße 533 war ab dem Zeitpunkt des Absturzes bis etwa 17.15 h komplett gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam es nicht.

Zur Betreuung der Medienvertreter wurde vor Ort eine mobile Pressestelle eingerichtet und mit einem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern betrieben.

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