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11 Mai

Tötungsversuch an Polizeibeamten – Mordkommission ermittelt

NÜRNBERG. Am Vormittag des 10.05.2017 soll ein 34-jähriger Mann versucht haben, einen Polizeibeamten zu töten. Der Beamte blieb unverletzt, der Tatverdächtige musste in eine Fachklinik eingewiesen werden.

Im Rahmen einer Vermisstenanzeige überprüfte ein Streife der PI Nürnberg-Ost gegen 10:00 Uhr die Wohnung des Vermissten in der Felseckerstraße. Als sie dort auf den Mann trafen, drohte er durch die geschlossene Tür, sich etwas anzutun. Die Beamten handelten umgehend und öffneten gewaltsam die Wohnungstür.

Der 34-Jährige hatte bereits Verletzungen an den Armen und fügte sich weitere am Kopf zu. In der Hand hielt er ein Messer, mit dem er völlig unvermittelt auf die Beamten losging. Dabei versuchte er mehrfach, auf einen Polizisten einzustechen. Dieser konnte sich mit Unterstützung weiterer Polizeibeamter des Angriffs erwehren, u.a. durch Einsatz von Pfefferspray und Anwendung unmittelbaren Zwanges. Dennoch erwies es sich als äußerst schwierig, den sich heftig wehrenden und weiterhin mit dem Messer angreifenden Mann zu überwältigen. Letztlich konnte man ihn zu Boden bringen und fesseln. Zwei Beamte erlitten Verletzungen, die ärztlicher Behandlung bedurften.

Der Beschuldigte wurde nach Schilderung des Sachverhalts zur Nürnberger Mordkommission gefahren. Dort ermittelt man wegen des Verdachts des versuchten Totschlages. Angaben zum Sachverhalt machte der Mann noch nicht.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth prüft nun ein Ermittlungsrichter den Erlass der Einstweiligen Unterbringung, da der Beschuldigte offenbar nicht frei von psychischen Störungen ist. Er musste vor seiner Einlieferung in das Bezirkskrankenhaus in einer Klinik ambulant behandelt werden.

Die Ermittlungen dauern an.

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