27 Feb

Verkehrsunfallstatistik 2016 der Polizeiinspektion Schrobenhausen

Kein tödlicher Verkehrsunfall im vergangenen Jahr – aber insgeamt wieder mehr Unfälle im Straßenverkehr: Im Jahr 2016 verzeichnete die Polizeinspektion Schrobenhausen wieder einen Anstieg um 6,6 % in der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle. In einem 10-Jahres Zeitraum wurde damit der höchste Wert an gemeldeten Verkehrsunfällen erreicht.

Es ereigneten sich im Dienstbereich 951 (892) Unfälle im Straßenverkehr, wobei 42 Prozent hiervon auf sogenannte Wildunfälle zurückzuführen sind. Die Anzahl dieser Wildunfälle ist im Gegensatz zum bayernweiten Vergleich im Dienstbereich der PI Schrobenhausen um 4,75  % auf den zweithöchsten Wert im 10-Jahres Vergleichszeitraum angestiegen. Um die Zahl der Wildunfälle zu verringern wurden in der Vergangenheit viele Maßnahmen, wie z.B. das Anbringen von blauen Reflektoren an den Straßenpfosten, unternommen. Die langfristige angelegten Unfallforschungen ergaben, dass all die bereits ergriffenen Maßnahmen leider nicht zu dem gewünschten Erfolg führten. Letztlich kann nur an eine verantwortungsvolle Fahrweise eines jeden Verkehrsteilnehmers appeliert werden. Bei Betrachtung der Wildunfälle nach Tageszeiten wird man nicht sonderlich überrascht sein, dass die Morgenstunden, aber insbesondere in den Abenstunden die Gefahr für einen Wildunfall sehr groß sind. Eine extreme Unfallhäufung ist in Zeit von 21:00 – 23:00 Uhr erkennbar. Ein Zeitraum, in dem in der Regel kein Berufsverkehr mehr unterwegs ist, sondern eher der Freizeitverkehr. Mit einer entspannteren und aufmerksameren Fahrweise insbesondere in Wäldern sollte man demnach unterwegs sein.

Weniger Unfälle mit Personenschaden – so dass Ergenbis der Verkehrsunfallstatistik. Mit 158 (157) Verletzten konnte fast wieder der niedrigste Wert vom vergangenen Jahr erreicht werden. So mussten sich lediglich 125 Personen (127) mit leichten Verletzungen in ärztliche Behandlung begeben. Bei der Zahl der Unfallbeteiligen mit schweren Verletzung war allerdings eine leichte Zunahme auf 33 (30) zu verzeichnen.

Zum zweiten Mal kann von Seiten der Polizeiinspektion Schrobenhausen berichtet werden, dass sich im Dienstbereich kein tödlicher Verkehrsunfall ereignete. Hier zeigen auch die Maßnahmen der Unfallkommission Wirkung. Diese hat in der Vergangenheit viele Unfallhäufungspunkte betrachtet und Verbesserungsvorschläge, so wie sie auch im Verkehrssicherheitsprogramm 2020 „Bayern mobil – Sicher ans Ziel“ der bayerischen Staatsregierung vorgesehen, umgesetzt. Die Hauptunfallursache Nr. 1 ist nach wie vor immer noch die überhöhte, bzw. die nicht angepasste Geschwindigkeit. Auch wenn einige Ertappte immer noch nicht den Sinn hinter Geschwindigkeitskontrolle verstehen, so ist dies nachweislich eine geeignete Maßnahme, um Verkehrsunfälle an sogenannten „Raserstrecken“ und in Knotenpunkten zu reduzieren. Insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen ist das Unfallrisiko erhöht, besonders wenn die angeordneten Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht befolgt werden.

Obwohl regelmäßig von zahlreichen Verkehrskontrollen in dem Medien berichtet wird, gibt es immer wieder Unvernünftige, die trotz dem Genuss von Alkohol oder anderer berauschender Mittel ihr Fahrzeug nicht stehen lassen wollten. So ist die Zahl der alkoholbedingen Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr wieder erneut auf 18 (8) angestiegen.

Im vergangenen Jahr wurden bei Kontrollen insgesamt 36 Fahrzeugführer (36) unter Alkoholeinfluss festgestellt und zur Anzeige gebracht. Bei weiteren 9 (6) Pkw-Fahrern wurde eine Trunkenheitsfahrt gerade noch vor Fahrtantritt verhindert.

Auch bei der Betrachtung der Schulwegunfälle, also ein Verkehrsunfall, bei dem ein Schüler auf dem Weg von oder zur Schule beteiligt war, hat im Vergleich der letzten 10 Jahren einen Tiefstwert erreicht. Hier zeigt sich, dass Kindergärten und Schulen einen sehr guten und wichtigen Beitrag zu Verkehrserziehung der Kinder leisten. Zumeist verunglücken die Kinder als Mitfahrer z.B. im Pkw der eigenen Eltern auf dem Weg zur Schule. Somit umso wichtiger, dass die Kinder ihren Schulweg ohne Elterntaxi zurücklegen. Eine längere Aktion der Franziska-Umfahrer-Grundschule zeigte deutlich, dass die Schulkinder Willens und Fähig dazu sind.

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