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09 Mrz

Zu lange Lenkzeiten durch Manipulation vertuscht

Der Fahrer des Sattelzuges einer rumänischen Spedition befuhr die BAB A 9 i. R.
München. Kurz vor der Anschlussstelle Pfaffenhofen bekam er vom Streifenfahrzeug
der Polizeiinspektion Pfaffenhofen das Signal zum Nachfahren. Bei der Kontrolle am
Rasthof dort wurde festgestellt, dass der Fahrtenschreiber offenbar nicht alle
Lenkzeiten aufgezeichnet hatte.

Daraufhin wurde die Sattelzugmaschine Scania des 37-jährigen Rumänen wegen
des Verdachts einer Manipulation sichergestellt. Bei der späteren Vernehmung
mittels Dolmetscher gab der Fahrer auch zu, dass er über 2/3 seiner 15 Stunden
Lenkzeit mittels eines manipulierten Datensticks, nur am Fahrtenschreiber
angeschlossen, weggedrückt hätte. Den Stick hätte er privat erworben, ohne Wissen
seines Arbeitgebers eingesetzt und vor der Anhaltung aus den Beifahrerfenster
geworfen.

Eine Untersuchung in einer Fachwerkstätte brachte dann aber die fest
eingebaute und fachmännisch angeschlossene Manipulationseinheit zu Tage. Diese
wurde ausgebaut und sichergestellt. Eine Sicherheitsleistung in Höhe von 8000 Euro
wegen der Bereitstellung des Gerätes zur Manipulation wurden vom Unternehmer
bezahlt, ebenso die Kosten für die Tachoprüfung und Wiederherstellung des
ordnungsgemäßen Zustandes des Fahrtenschreibers und der Zugmaschine in Höhe
von ca. 2000 Euro.

Der Fahrer, der bereits in Bayern wegen einer Beihilfe zur Manipulation auffiel und auch noch ein Haftbefehl deshalb vorlag, bezahlte knapp 900 Euro für die Abwendung der Haft und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 4000 Euro für den aktuellen Fall.

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